Klimareport 01/2026

Neues aus der Redaktion!

Hallo,

und willkommen zu unserem ersten Newsletter 2026! Ich freue mich, dass ihr wieder bei uns reinschaut.

Diesen Klimareport wollen wir ein wenig anders gestalten: Dieses Mal gewähren wir Einblicke hinter die Kulissen unseres Projektes. Außerdem haben wir spannende Event-Tipps und Empfehlungen für euch. 

Aber zuerst das Unschöne: Manchmal ist es nicht so einfach, über Klimathemen zu berichten und dabei nicht zu verzagen. Das liegt zum einen daran, dass wir längst wissen, welche Klimaschutzmaßnahmen es dringend braucht, und trotzdem bleiben politische Handlungen weitestgehend aus. Aber es gibt noch weitere mächtige Akteure, die uns Klimajournalist*innen in die Quere kommen: Big Tech und ihre Algorithmen. Um zu erklären warum, werfen wir einen Blick auf unsere Social Media-Statistik.

Zwischen kreativer Spielwiese und Zwangsjacke

Wir machen Klimajournalismus von und für junge Menschen. Instagram sollte dafür eigentlich die ideale Plattform sein. Immerhin zählt ein Großteil der jungen Erwachsenen Soziale Medien zu deren primären Informationsquellen. Aber Instagram scheint gegen uns zu arbeiten: Politische Beiträge werden extrem gedrosselt. Die Algorithmen bevorzugen konsumanregende Lifestyle-Posts und Spaß-Content.

Die Tech-Giganten haben ein beispielloses Traffic-Monopol im Internet, warnte Medienexperte Martin Andree im letzten 5vor12-Klima-Briefing des Netzwerk Klimajournalismus. Websites abseits der großen Social Media-Plattformen haben kaum Datenverkehr und somit quasi keine Reichweite. Gleichzeitig liegt die Gestaltungsmacht der Algorithmen, die die Reichweite der Social Media-Inhalte bestimmen, bei den Tech-Konzernen. 

Ein Blick auf unsere Statistik

An unserem Content der vergangenen Wochen sehen wir, dass spaßige Instagram-Trend-Reels viel mehr Reichweite haben. Unser erfolgreichstes Reel ist eines, in dem wir Imposter spielen: Es hat über 52 Tausend Views. Das ist mehr als das Zehnfache als bei unserem erfolgreichsten Carousel-Infopost über den Zusammenhang der Klimakrise mit dem Patriarchat dieses Jahres.

Jetzt mag man vermuten, dass es am Format liege - Reel vs. Carousel. Aber leider greift das zu kurz: Unsere Klimalexikon-Reels, in denen wir über den Ökologischen Handabdruck und das Schwammstadtprinzip aufklären, bekommen weniger Aufrufe (beide unter 2000 Views) als einige Infobeiträge im Carousel-Format. 

Gibt’s ab sofort nur noch Fun-Content?

Wir werden weiterhin tiefgründige Bildungsarbeit leisten und unsere Infobeiträge posten, wie z.B. Vivis umfangreiche Recherche zu Mooren (deren besonderen Arten, Renaturierungsmaßnahmen & landwirtschaftlicher Nutzung). Aber zwischendurch werden wir unsere Reichweite eben mit lustigen Videos ankurbeln. 

Zugegeben: Es macht auch Spaß Klima-Memes (wie das zur dritten Flughafenpiste) zu erstellen oder einen Klima-Spin für einen Instagram-Trend zu ertüfteln. Und wenn Klimabildung Spaß macht, umso besser.

Für alle, die auch gerne Klimabildung mit Spaß verbinden, haben wir noch eine Empfehlung: In der Shape Your Future-App könnt ihr euer Klimawissen testen und spielerisch dazulernen. 

Support Climate Journalism!

Was könnt ihr beitragen? Unterstützt die Klimajournis eures Vertrauens, indem ihr Beiträge kommentiert, repostet und in eurer Story teilt. Dadurch sehen mehr Menschen den Content, den eure fleißigen Klimareportis ehrenamtlich produzieren. Danke!

Eure Astrid von Klimareporter.in

Events mit Klimareporter.in:

Am 1. April sind wir bei einem Filmabend des Kino Connect Clubs im Stadtkino zu Gast. Hier werden Noe Hoffelt und Astrid Sailer im Anschluss an den Film WENJA über Klimagerechtigkeit plaudern. Hier geht’s zu den Tickets.

Von 10. bis 12. April findet die LCOY statt!

Auf der Local Conference of Youth gibt‘s jede Menge spannende Beiträge und Vernetzungsmöglichkeiten mit Gleichgesinnten.

Auch Klimareporter.in ist auf der LCOY: Kommt am 11. April zu unserem Zines-Workshop - wir basteln gemeinsam kleine Infoheftchen rund um Klima & Umwelt. Und besucht uns gerne an unserem Stand am Markt der Initiativen. Wir freuen uns auf euch! 

Zum Podcast: